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Take-Away-Verpackungen richtig entsorgen

Ob Kaffee, Pizza oder Currywurst: Die Deutschen essen und trinken immer öfter in der Stadt oder bestellen sich Speisen. Vor allem während der Corona-Krise boomt das Geschäft von Lieferanten und ähnlichen Services. Doch die Lebensmittelverpackungen lassen große Müllberge entstehen, die oft schwer zu verwerten sind. Wie die verschiedenen Materialien richtig entsorgt werden, weiß kaum ein Verbraucher.

Welche Regeln gelten für Take Away Verpackungen?

In Deutschland regelt das Duale System die Verwertung von Recyclingabfällen aus dem Gelben Sack, der Gelben Tonne oder anderen Sammelbehältern für Verpackungen. Die Recyclingwirtschaft sammelt, sortiert und verwertet die Verpackungen so, wie es für sie angemessen ist. Und sie legt auch fest, dass die meisten Take-Away-Verpackungen in den Gelben Sack gehören. Zwar können sie anschließend nicht wiederverwertet werden, doch die Entsorgung in der Gelben Tonne reduziert zumindest den Restmüll.

Eine bessere Lösung wäre die sogenannte Wertstofftonne, die alles schlucken kann, was sonst in den Gelben Sack gehört, und vieles, was im Restmüll entsorgt wird. Allerdings ist sie in Deutschland noch nicht besonders etabliert und nur wenige Kommunen stellen diese Möglichkeit zur Verfügung. Bis die Verbraucherzentrale die Wertstofftonnen also weiter verbreitet hat, gilt: Wer Take-Away-Verpackungen entsorgen will, sollte sich vorher informieren.

Können Pizzakartons und Pappschalen ins Altpapier?

Pizzakartons bestehen aus Pappe und gehören deshalb eigentlich ins Altpapier. Wenn aber noch Käse- oder Teigreste am Karton kleben oder er besonders ölig ist, kann er im Altpapier nicht verwertet werden. Er ist dann im Restmüll besser aufgehoben. Wenn nur der Boden verdreckt ist, kann er einfach vom Rest des Pizzakartons abgetrennt werden. Ebenfalls in den Restmüll gehören beschichtete Kartons. Ob es sich um einen solchen handelt, ist leicht mithilfe eines Reißtests zu erkennen: Wenn man die Pappe einreißt, ist die eventuelle Folie leicht zu erkennen.

Pappschalen, auf denen zum Beispiel Pommes oder Currywurst serviert werden, gehören grundsätzlich in den Restmüll. Das liegt vor allem daran, dass es sich hierbei um die Kategorie "nassfest und/oder fettdicht imprägnierte Papiere und Pappen" handelt, wie das Bundesamt festlegt. Außerdem kleben auf den Pappschalen meist Fett und Soßenreste, die nicht ins Altpapier passen. Auch die zugehörigen Servietten, die es beim Abholen des Essens meist gratis gibt, werden im Restmüll entsorgt.

Die richtige Entsorgung von Styropor und Kunststoff

Das wohl umweltschädlichste Verpackungsmaterial sind die klassischen Menüboxen aus Styropor, denn sie sind weder biologisch abbaubar noch können sie angemessen verwertet werden. Trotzdem sollten sie in der Gelben Tonne entsorgt werden. Das Gleiche gilt für To-Go-Getränkebecher für Kaffee oder Erfrischungsgetränke, egal ob aus Pappe oder Plastik.

Take-Away-Schalen und -Becher aus Kunststoff werden häufig im Restmüll entsorgt, gehören aber eigentlich in den Gelben Sack. Nur, wenn sie zu sehr verschmutzt sind, zum Beispiel durch Soße oder Fett, ist der Restmüll der richtige Ort. Auch beschichtete Papierverpackungen, bei denen die Bestandteile nicht trennbar sind, gehören in die Gelbe Tonne. Sie gelten als "Verbundverpackungen" und bestehen somit aus verschiedenen Kunststoffen.

Was geschieht mit Biokunststoff und kompostierbaren Verpackungen?

Biokunststoffe wie zum Beispiel PLA sind vollständig biologisch abbaubar. Trotzdem werden sie in Deutschland nicht sortenrein getrennt. Das liegt daran, dass die verwendeten Mengen viel zu gering sind, als dass sich die Trennung wirtschaftlich auszahlen würde: Nur 0,3 bis 0,5 Prozent aller Verpackungen werden laut dem Bundesumweltministerium aus biologischen Kunststoffen hergestellt. Bis sie weiter verbreitet sind, werden deshalb auch Biokunststoffe thermisch verwertet. 

Ein anderes Problem zeigt sich, wenn es um kompostierbares Einweggeschirr geht. Sie können zwar abgebaut werden, doch viele Kompostierungsanlagen arbeiten in zu kurzen Rhythmen dafür. Der Müll hat dort nicht genug Zeit, sich in seine Bestandteile zu zerlegen und die einzelnen Fragmente sind für eine Verwertung noch zu groß. Obwohl die Kompostierung also möglich und sinnvoll wäre, ist sie momentan wenig effektiv. Auch kompostierbare Verpackungen gehören aus diesem Grund in den gewöhnlichen Recycling-Müll.

Das Plastikverbot 2021 verbannt Einwegplastik

Plastikbecher für den Kaffee to go sind schon eine Weile ein großes Problem. Jeden Tag werden in Deutschland über 300.000 Einwegbecher genutzt - und das stündlich! Nicht nur, was dabei im Müll landet, ist ein Problem. Selbst kompostierbare Plastikverpackungen können sich nicht vollständig zersetzen, sondern zerfallen zu Mikroplastik. Diese findet sich später im Meer, in der Luft und im menschlichen Körper wieder und gefährdet dort die Gesundheit.

Aus diesem Grund entstand in den letzten Jahren eine Diskussion über Einweg-Plastikgeschirr. Am 17. September 2020 hat die Bundesregierung schließlich ein Verbot für Einwegplastik beschlossen, das im Juli 2021 in Kraft treten wird. Dann dürfen folgende Produkte in der ganzen Europäischen Union nicht mehr aus Plastik verkauft werden:

  • Einwegbesteck und -teller,
  • Strohhalme / Trinkhalme und Rührstäbchen,
  • To-Go-Becher sowie
  • Fast-Food-Verpackungen und Wegwerfbehälter.

Alle EU-Staaten sind ab dem 3. Juli dazu verpflichtet, diese neue Regel in ihre nationalen Gesetze aufzunehmen. Für Kunststoffe gilt das Gesetz übrigens nicht: Sie werden nicht inbegriffen, weil Kunststoff bisher nicht als Gefahrstoff gehandelt wird.

Nachhaltige Verpackungen: Es gibt sie wirklich!

Um nachhaltiger zu essen, gibt es einige einfache Tipps. Natürlich kann die Nutzung von Einweggeschirr einfach vermieden werden, indem stattdessen ein Restaurant besucht oder zuhause gekocht wird. Ansonsten können Kunden versuchen, plastikfreie Verpackungen zu kaufen oder ihren eigenen, wiederverwendbaren Behälter mitzubringen, wenn das Unternehmen es erlaubt. Wenn es jedoch nicht anders geht, sollte statt auf Plastik auf Bio-Einweggeschirr zurückgegriffen werden.

Viele Menschen halten Papier für eine nachhaltige und umweltfreundliche Lösung, wenn es um Verpackungen geht. Der führende Bestellanbieter Lieferando hat beispielsweise seit Ende des Jahres 2019 alle Artikel aus Einwegplastik aus seinem Sortiment gestrichen. Selbstverständlich ist das Papier besser für die Natur, als Plastik es je sein könnte, enthält keine Chemikalien und ist geschmacksneutral. Eine Endlösung stellt es trotzdem nicht dar, denn um ständig neue Frischfasern zu erhalten, werden auf der ganzen Welt Bäume gefällt und ganze Waldstücke gerodet. Auf lange Zeit ist das nicht besser für den Erhalt der Umwelt.

Wirklich nachhaltige Rohstoffe, aus denen Einwegschalen produziert werden können, sind zum Beispiel Palmblatt oder Zuckerrohr. Verantwortungsvolle Hersteller pflücken die Palmblätter nicht von den gesunden Bäumen oder roden diese, sondern verarbeiten nur Blätter, die ohnehin abgeworfen worden sind. Die Zuckerrohrfasern hingegen sind Überbleibsel aus der Zuckerproduktion und somit selbst wiederverwerteter Abfall. Das macht diese Materialien zu den wahrscheinlich nachhaltigsten Lösungen für biologisches Einweggeschirr.

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