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Wieviel Einweggeschirr wird pro Tag / Monat in Deutschland verwendet?

Einweggeschirr: Aufkommen und Kompostierung

In Deutschland hat Einweg-Verpackungsmaterial einen enormen Anteil am täglichen Abfallaufkommen.
Die dabei verwendeten Materialien sind nur in wenigen Fällen abbaubar oder kompostierbar. To-Go-Verpackungen, Einweg-Essbesteck und anderes Geschirr sind ein wachsendes Umweltproblem. Kompostierbares Einweggeschirr trägt dazu bei, die Langzeitfolgen der hohen Abfallmengen zu reduzieren. Nach EU-Plastikverbot dürfen bereits ab 2021 keine Einweggeschirrartikel und andere Artikel aus Kunststoff mehr verkauft werden. Damit steigt die Bedeutung alternativer, kompostierbarer Materialien.


Plastikmüll-Aufkommen durch Einweg-Artikel


Das Plastikmüll-Aufkommen ist Gegenstand einer oft zitierten Studie der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) aus dem Jahr 2017, in Auftrag gegeben durch den NABU. Diese betrachtet die Entwicklung der Abfälle im Zeitraum von 1994 bis 2017 und legt dabei auch einen
Fokus auf den Anteil an Einwegverpackungen und -geschirr. Insgesamt ist im betrachteten Zeitraum eine Zunahme der Abfall-Gesamtmenge um 44 Prozent zu beobachten. Im Hinblick auf Einweg-Geschirrartikel und vergleichbare Abfälle lässt sich in diesem Zeitraum eine Steigerung von 38 Prozent beobachten. Dies beinhaltet auch To-Go-Verpackungen sowie andere Einweg-Materialien für den Direkt- und Sofortverzehr in der Gastronomie.
Insgesamt handelte es sich im untersuchten Jahr 2017 um Einweg- und To-Go-Plastikmüll mit einer Gesamtmenge von 346.419 Tonnen. Dies entspricht einem monatlichen Durchschnitt von etwa 28.87 Tonnen. Diese Einwegartikel entsprechen einem hohen Anteil der insgesamt steigenden Abfallmengen. Nach GVM-Prognosen sind weitere signifikante Zuwächse zu erwarten, wenn sich hinsichtlich der Plastikmüll-Vermeidung nichts ändert (beispielsweise indem biologisches Einweggeschirr verstärkt Anwendung findet).


Zusammensetzung und Materialien der Abfälle


Eine Auffälligkeit in der Studie ist, dass die Zuwachsraten im Hinblick auf einzelne Packmittel und Materialien stark variieren. Mit einem Anteil von 220.000 Tonnen sind Papier, Pappe und Kartonagen (PPK) das gewichtsmäßig am stärksten vertretene Material unter den Abfällen. Kunststoff liegt
direkt auf Rang zwei mit 105.000 Tonnen Plastikmüll. Dies entspricht einem Anteil von 30 Prozent an den Abfällen. Eine untergeordnete Rolle spielen Aluminium sowie Naturmaterialien. Unter dem letztgenannten Begriff sind Materialien wie Zuckerrohr, Bambus, Holz oder Weizenkleie zusammengefasst. Etwa Hälfte aller Verpackungen aus dem Bereich Plastikmüll entfällt auf den Verbrauch von Einwegboxen, -geschirr und ähnlichen Behältnissen für Speisen. Biologisches Einweggeschirr ist ein Beitrag zur Plastikmüll-Vermeidung in diesem relevanten Bereich.


Kompostierbares Einweggeschirr


Zur Plastikmüll-Vermeidung setzen einige Hersteller auf biologisches Einweggeschirr beziehungsweise kompostierbares Einweggeschirr. Damit Produkte als kompostierbares Einweggeschirr gelten dürfen, müssen sie bestimmte Kriterien erfüllen. Diese sind in einer Norm zusammengefasst, die DIN EN 13432 (Nachweis Kompostierbarkeit). Kompostierbares Einweggeschirr muss aus Stoffen bestehen, die innerhalb einer bestimmten Zeitspanne (dem Kompostierungszyklus) in einem Kompostierungssystem unter vorgegebenen Bedingungen vollständig zersetzt werden können. Biologisches Einweggeschirr zersetzt sich bei der Kompostierung zu Wasser, Biomasse und Kohlenstoffdioxid. Hinsichtlich der Kompostierungsdauer und Abbaubarkeit dürfen nach 12 Wochen Kompostierung nur noch 10 Prozent oder weniger der Rückstände (bezogen auf die Masse) in einem Sieb zurückbleiben (2 Millimeter Durchlass).


EU-Plastikverbot: strenge Regularien zur Plastikmüll-Vermeidung


Das EU-Parlament hat 2019 ein Verkaufsverbot für Einweg-Kunststoffprodukte beschlossen, um damit zur Plastikmüll-Vermeidung beizutragen. Ab 2021 dürfen beispielsweise Einwegbestecke aus Kunststoff, Kunststoff-Trinkhalme oder Luftballonhalterungen nach dem EU-Plastikverbot nicht mehr
verkauft werden. Weiterhin sieht das EU-Plastikverbot eine Kennzeichnungspflicht über die negativen Auswirkungen weggeworfener Produkte aus Kunststoff vor. Auch das EU-Plastikverbot ist ein wesentlicher Grund für Hersteller, verstärkt auf biologisches Einweggeschirr als Alternative zu setzen.


Fazit und Ausblick


Noch ist biologisches Einweggeschirr ein Nischenprodukt. Die Kompostierbarkeit der Geschirr- und Verpackungsmaterialien wird in  Laboruntersuchungen festgestellt und durch Normen zertifiziert. In Anbetracht der wachsenden Plastikmüll-Abfallmengen infolge der Nutzung von Einweg- und To-Go-Verpackungen ist kompostierbares Material ein wichtiger Beitrag für eine nachhaltigere Lösung. Das EU-Plastikverbot sorgt für zusätzlichen Druck für Hersteller zur Plastikmüll-Vermeidung. Alternativen bieten kompostierbares Einweggeschirr an Stelle der zeitnah nicht mehr zugelassenen Plastik-Einwegbestecke.

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